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Eltern für bessere Gesundheit der Kinder stärker unterstützen - AOK-Familienstudie 2010
Zivilisationskrankheiten auf dem Vormarsch
Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Adipositas und Herzerkrankungen sind auf dem Vormarsch. Die durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel bedingten Erkrankungen verursachen mittlerweile Kosten von rund 70 Milliarden Euro pro Jahr. Selbst die Jüngsten sind schon betroffen: 16 Prozent der Kinder hierzulande sind übergewichtig, sieben Prozent leiden an Fettleibigkeit. Die AOK will das Übel weiterhin an der Wurzel packen. Sie will Eltern nach Angaben von Dr. Frank Poddig aus der Geschäftsführungseinheit Markt/Produkte des AOK-Bundesverbandes noch stärker darin unterstützen, den Nachwuchs gesund groß werden zu lassen. Die Basis dafür bilden die Erkenntnisse aus der AOK-Familienstudie 2010.
Danach können Eltern mit ganz einfachen Mitteln dafür sorgen, dass ihre Kinder gesünder aufwachsen, denn die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hängt wesentlich von der Einstellung und vom Verhalten der Eltern ab. Werden einige Routinen und mit den Kindern ausgehandelte Regeln im Familienleben eingehalten, kann dem Übergewichtsrisiko mit den daraus erwachsenden Gesundheitsschäden entgegengewirkt werden werden, und die Kinder können den Stress ihres Alltags physisch und psychisch besser bewältigen. Die Eltern sind sich ihrer Vorbildfunktion heute durchaus bewusst, lautet das Resümee der Studie, die unter der wissenschaftlichen Leitung der Professoren Klaus Hurrelmann und Ulrike Ravens-Sieberer erstellt wurde und eine Betrachtung auch der Gesundheit von Eltern im Zeitverlauf ermöglicht.
AOK-Programme auf richtigem Weg
Eltern legen großen Wert auf gemeinsame Mahlzeiten, Regeln und Rituale im Alltag und die Zeit, die sie jedem Kind täglich ungeteilte Aufmerksamkeit widmen können, aber sie tun sich teilweise schwer, das auch im Alltag zu verwirklichen. Es hat sich außerdem herausgestellt, dass entspannte Eltern, die sich immer wieder kurze Auszeiten gönnen, damit nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern auch die ihrer Kinder fördern. Poddig: "Insofern sind wir als Gesundheitskasse mit unseren integrierten Programmen zur Förderung der Kinder- und der Elterngesundheit schon länger auf dem richtigen Weg." So erreiche die AOK mit dem Kindergartenprojekt TigerKids mittlerweile über rund 4.000 Kindergärten mehr als 200.000 Familien. Für Erwachsene biete die AOK zum Beispiel Stressbewältigungsberatung und Entspannungskurse an.
"Daraus leiten wir aber nicht ab, dass wir uns auf bisherigen Erfolgen ausruhen können", so Poddig. "Vielmehr nehmen wir die Ergebnisse der AOK-Familienstudie zum Anlass, Neues für die Familien zu entwickeln." In einem ersten Schritt habe die AOK eine moderne Elternbroschüre mit praktischen Tipps für gesundheitsfördernde Alltagsroutinen entwickelt. Insgesamt werden die Erkenntnisse aus der AOK-Familienstudie 2010 nach Poddigs Worten direkt in weitere Angebote, Medien und Projekte zur Kinder- und Familiengesundheit einfließen. Unter anderem sei mit Blick auf den von den Eltern beklagten zeitlichen Druck ein internetgestützter Familiencoach geplant, über den Eltern eine auf ihre individuelle Situation und Bedürfnisse abgestimmte Beratung online abrufen können.
Bei der repräsentativen Erhebung zwischen Januar und April 2010 wurden für die Familienstudie im Auftrag des AOK-Bundesverbandes rund 2.000 Mütter und Väter mit Kindern von vier bis 14 Jahren bundesweit von der Gesellschaft für angewandte Sozialforschung (Gefas) befragt. Die Untersuchung baut auf einer AOK-Studie aus dem Jahr 2007 auf, in der erforscht wurde, welche Faktoren für das gesunde Aufwachsen von Kindern förderlich und welche hinderlich sind. Jetzt bestätigt sich: Wenn Eltern auch unter schwierigen zeitlichen und finanziellen Bedingungen bestimmte Regeln und Routinen einhalten, beeinträchtig die soziale Lage die gesundheitliche Entwicklung der Kinder weniger stark.
Sechs Regeln für das Familienglück
Wie sich in der Studie 2010 gezeigt hat, sind in Deutschlands Familien sechs Alltagsroutinen besonders geschätzt. Dies sind das elterliche Interesse für die Bildungsinhalte in Kita und Schule, feste Regeln für den Familienalltag, Rituale im Tagesablauf, gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsam verbrachte Zeit sowie Unterstützungsangebote in belastenden familiären Situationen. Besonders günstig auf eine gesundheitsfördernde Entwicklung wirken sich den Wissenschaftlern zufolge ein gutes und harmonisches Familienklima und gemeinsam in der Familie verbrachte Zeit mit regelmäßigen Tagesabläufen und die gemeinsamen Mahlzeiten aus. Kinder, die ihre Mahlzeiten im Familienkreis einnehmen, neigen weniger zu Übergewicht und psychischen Auffälligkeiten. Das gemeinsame Essen wirkt wie ein täglicher Schutzrahmen für die Kinder. Rund 4,5 Millionen Kinder sind über ihre Eltern bei der AOK mitversichert. Damit gehört jedes dritte Kind in Deutschland zur AOK-Gemeinschaft.
Quelle: AOK-Bundesverband GbR
Grafik: AOK-Mediendienst / AOK-Familienstudie 2010
Veröffentlicht am:
07:49:31 22.07.2010 von AP Redaktion
Letzte Aktualisierung
23:35:07 26.07.2010
Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Adipositas und Herzerkrankungen sind auf dem Vormarsch. Die durch falsche Ernährung und Bewegungsmangel bedingten Erkrankungen verursachen mittlerweile Kosten von rund 70 Milliarden Euro pro Jahr. Selbst die Jüngsten sind schon betroffen: 16 Prozent der Kinder hierzulande sind übergewichtig, sieben Prozent leiden an Fettleibigkeit. Die AOK will das Übel weiterhin an der Wurzel packen. Sie will Eltern nach Angaben von Dr. Frank Poddig aus der Geschäftsführungseinheit Markt/Produkte des AOK-Bundesverbandes noch stärker darin unterstützen, den Nachwuchs gesund groß werden zu lassen. Die Basis dafür bilden die Erkenntnisse aus der AOK-Familienstudie 2010.Danach können Eltern mit ganz einfachen Mitteln dafür sorgen, dass ihre Kinder gesünder aufwachsen, denn die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hängt wesentlich von der Einstellung und vom Verhalten der Eltern ab. Werden einige Routinen und mit den Kindern ausgehandelte Regeln im Familienleben eingehalten, kann dem Übergewichtsrisiko mit den daraus erwachsenden Gesundheitsschäden entgegengewirkt werden werden, und die Kinder können den Stress ihres Alltags physisch und psychisch besser bewältigen. Die Eltern sind sich ihrer Vorbildfunktion heute durchaus bewusst, lautet das Resümee der Studie, die unter der wissenschaftlichen Leitung der Professoren Klaus Hurrelmann und Ulrike Ravens-Sieberer erstellt wurde und eine Betrachtung auch der Gesundheit von Eltern im Zeitverlauf ermöglicht.
AOK-Programme auf richtigem Weg
Eltern legen großen Wert auf gemeinsame Mahlzeiten, Regeln und Rituale im Alltag und die Zeit, die sie jedem Kind täglich ungeteilte Aufmerksamkeit widmen können, aber sie tun sich teilweise schwer, das auch im Alltag zu verwirklichen. Es hat sich außerdem herausgestellt, dass entspannte Eltern, die sich immer wieder kurze Auszeiten gönnen, damit nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern auch die ihrer Kinder fördern. Poddig: "Insofern sind wir als Gesundheitskasse mit unseren integrierten Programmen zur Förderung der Kinder- und der Elterngesundheit schon länger auf dem richtigen Weg." So erreiche die AOK mit dem Kindergartenprojekt TigerKids mittlerweile über rund 4.000 Kindergärten mehr als 200.000 Familien. Für Erwachsene biete die AOK zum Beispiel Stressbewältigungsberatung und Entspannungskurse an.
"Daraus leiten wir aber nicht ab, dass wir uns auf bisherigen Erfolgen ausruhen können", so Poddig. "Vielmehr nehmen wir die Ergebnisse der AOK-Familienstudie zum Anlass, Neues für die Familien zu entwickeln." In einem ersten Schritt habe die AOK eine moderne Elternbroschüre mit praktischen Tipps für gesundheitsfördernde Alltagsroutinen entwickelt. Insgesamt werden die Erkenntnisse aus der AOK-Familienstudie 2010 nach Poddigs Worten direkt in weitere Angebote, Medien und Projekte zur Kinder- und Familiengesundheit einfließen. Unter anderem sei mit Blick auf den von den Eltern beklagten zeitlichen Druck ein internetgestützter Familiencoach geplant, über den Eltern eine auf ihre individuelle Situation und Bedürfnisse abgestimmte Beratung online abrufen können.
Bei der repräsentativen Erhebung zwischen Januar und April 2010 wurden für die Familienstudie im Auftrag des AOK-Bundesverbandes rund 2.000 Mütter und Väter mit Kindern von vier bis 14 Jahren bundesweit von der Gesellschaft für angewandte Sozialforschung (Gefas) befragt. Die Untersuchung baut auf einer AOK-Studie aus dem Jahr 2007 auf, in der erforscht wurde, welche Faktoren für das gesunde Aufwachsen von Kindern förderlich und welche hinderlich sind. Jetzt bestätigt sich: Wenn Eltern auch unter schwierigen zeitlichen und finanziellen Bedingungen bestimmte Regeln und Routinen einhalten, beeinträchtig die soziale Lage die gesundheitliche Entwicklung der Kinder weniger stark.
Sechs Regeln für das Familienglück
Wie sich in der Studie 2010 gezeigt hat, sind in Deutschlands Familien sechs Alltagsroutinen besonders geschätzt. Dies sind das elterliche Interesse für die Bildungsinhalte in Kita und Schule, feste Regeln für den Familienalltag, Rituale im Tagesablauf, gemeinsame Mahlzeiten, gemeinsam verbrachte Zeit sowie Unterstützungsangebote in belastenden familiären Situationen. Besonders günstig auf eine gesundheitsfördernde Entwicklung wirken sich den Wissenschaftlern zufolge ein gutes und harmonisches Familienklima und gemeinsam in der Familie verbrachte Zeit mit regelmäßigen Tagesabläufen und die gemeinsamen Mahlzeiten aus. Kinder, die ihre Mahlzeiten im Familienkreis einnehmen, neigen weniger zu Übergewicht und psychischen Auffälligkeiten. Das gemeinsame Essen wirkt wie ein täglicher Schutzrahmen für die Kinder. Rund 4,5 Millionen Kinder sind über ihre Eltern bei der AOK mitversichert. Damit gehört jedes dritte Kind in Deutschland zur AOK-Gemeinschaft.
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Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel den Stand des Wissens zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung wiedergibt.
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