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Schlauer essen!
Wahr oder falsch? Die DAK macht Schluss mit Ernährungslegenden.
Die Diskussion um steigende Lebensmittelpreise und um die „Fit statt fett!“-Kampagne der Bundesregierung im Sommer 2007 zeigt, dass das Thema Ernährung in Deutschland buchstäblich in aller Munde ist. Im Rahmen eines aktuellen DAK-Gesundheitsbarometers gaben 88 Prozent der Befragten an, gut über eine ausgewogene Ernährung informiert zu sein. Trotzdem halten sich einige Legenden hartnäckig – vor allem, wenn es um die Qualität von Lebensmitteln und ums Abnehmen geht. Die DAK-Expertin Hanna-Kathrin Kraaibeek klärt auf.
Ist gesunde Ernährung wirklich aufwändig und teuer?
Gesunde Mahlzeiten kosten viel Zeit und Geld! Das muss nicht sein, weiß die DAK-Ernährungswissenschaftlerin: „Wer bei Obst und Gemüse auf saisonal verfügbare Lebensmittel zurückgreift, spart Geld und bekommt maximalen Geschmack. Denn heimische Produkte werden reif geerntet und legen keine weiten Transportwege zurück. Ein Plus für Vitamine und Nährstoffe, da diese nicht auf dem Weg ins Supermarktregal verloren gehen.“ Auch der Zeitaspekt spielt bei gesunder Ernährung keine entscheidende Rolle. „Gesund bedeutet nicht aufwändig“, kommentiert Kraaibeek. „Eine frische Gemüsepfanne oder ein knackiger Salatteller sind schnell zubereitet, gesund und lecker.“
Bio = besser?
Bio hat Hochkonjunktur – sogar die Discounter bieten entsprechende Produkte an. Trotzdem ist der Preisunterschied zu herkömmlicher Ware nicht unerheblich: Lohnen sich diese Mehrkosten? „Ja, auf jeden Fall“, rät die DAK-Expertin. „Bio-Obst und -Gemüse sind deutlich weniger mit Schadstoffen belastet. Außerdem ist der Geschmack intensiver. Denn die Pflanzen haben mehr Zeit zum Wachsen als fade Treibhausgewächse und enthalten weniger Wasser.“ Verbraucher sollten aber unbedingt darauf achten, dass ihre Bio-Produkte aus der heimischen Region kommen. Werden Sonnenblumenkerne aufwändig aus China eingeflogen, wird das Bio-Prinzip ad absurdum geführt.
Eingefroren oder frisch?
„Frisches ist nicht unbedingt besser als Gefrorenes“, erklärt DAK-Expertin Kraaibeek. „Tiefkühlgemüse beispielsweise wird sofort nach der Ernte schockgefrostet. Deshalb enthält es oft sogar mehr Vitamine als Frischware, die bei Transport und Lagerung Nährstoffe verliert.“ Tiefgefrorenes ist also nicht nur praktisch, sondern auch gesund. Lediglich auf Zusatzstoffe und Anreicherungen mit Soßen, sprich Fett, sollte man achten. Einige Hersteller verzichten ganz darauf und machen dies auf der Verpackung kenntlich.
Schön künstlich!
Der Deutschen liebster Joghurt schmeckt nach Erdbeere. Vergleicht man selbst gemachten Fruchtjoghurt mit einem Becher aus dem Supermarkt, fällt auf, dass letzterer viel intensiver schmeckt. Der Grund: Fertige Fruchtjoghurts beinhalten Aromastoffe, die entweder künstlich sind oder aus „Naturprodukten“ hergestellt werden. Als Grundlage für Erdbeergeschmack dienen beispielsweise Holzspäne oder Kartoffeln. Für alle, die auf zugesetzte Aromastoffe verzichten möchten gilt: Lieber frisches Obst in einen Naturjoghurt rühren!
Kein Bissen am Abend?
Wer abnehmen will, sollte nach 18.00 Uhr nichts mehr essen. Diese Annahme ist weit verbreitet – aber falsch! „Was zählt, ist der Kalorienumsatz des ganzen Tages“, erklärt Kraaibeek. „Wenn Sie abends hungrig sind, essen Sie ruhig etwas!“ Generell gilt aber, dass man abends besser etwas Leichtes zu sich nehmen sollte – zum Beispiel ein leckeres Fisch- oder Geflügelgericht. Viele Menschen schlafen schlecht, wenn sie vor dem Zubettgehen zu schwer essen.
5 statt 3?
Öfter essen, leichter schlank bleiben – viele Ratgeber empfehlen drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten pro Tag. Die DAK-Expertin gibt den Hinweis: „Achten Sie bei den Mahlzeiten auf eine ausgewogene Lebensmittelauswahl. Deshalb gilt: Beim Snacken zwischen den Hauptmahlzeiten z. B. zu Obst, Gemüse oder einem Joghurt greifen. Belegte Brötchen oder Schokoriegel treiben das Kalorienpensum für den Tag zu sehr in die Höhe.“ Der Vorteil mehrerer kleiner Mahlzeiten ist, dass der Blutzuckerspiegel nie ganz absinkt – Heißhungerattacken bleiben deshalb aus.
Ist wenig essen die beste Diät?
Nein, im Gegenteil: „Wer sein Esspensum drastisch reduziert, provoziert den berühmten Jo-Jo-Effekt“, erläutert die DAK-Expertin. „Besser ist es, sich langfristig umzustellen.“ Also lieber mit gesunder, ausgewogener Küche ein halbes Pfund pro Woche weniger auf die Waage bringen als durch wechselnde Hunger- und Schlemmphasen ständig ab- und anschließend noch mehr zuzunehmen.
Clever lagern, gesünder essen
Obst, Gemüse und Salat sind gesund. Damit die Vitamin- und Nährstoffbomben ihre wertvollen Inhaltsstoffe behalten, bis sie auf unseren Tellern landen, kommt es vor allem auf die richtige Lagerung an. Generell gilt: Empfindliches gehört in die untere, weniger kalte „Klimazone“ des Kühlschranks. Dort bleiben auch zarte Blattsalate, frische Kräuter und Tomaten drei Tage lang knackig. Exotische Früchte wie Bananen, Mangos und Zitrusfrüchte müssen draußen bleiben – sie mögen es lieber zimmerwarm. Auch Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch gehören nicht in den Kühlschrank, denn dort beginnen sie schnell zu keimen und werden ungenießbar.
Quelle: DAK Deutsche Angestellten-Krankenkasse
Veröffentlicht am:
15.10.2007 von AP Redaktion
Letzte Aktualisierung
15.10.2007
Die Diskussion um steigende Lebensmittelpreise und um die „Fit statt fett!“-Kampagne der Bundesregierung im Sommer 2007 zeigt, dass das Thema Ernährung in Deutschland buchstäblich in aller Munde ist. Im Rahmen eines aktuellen DAK-Gesundheitsbarometers gaben 88 Prozent der Befragten an, gut über eine ausgewogene Ernährung informiert zu sein. Trotzdem halten sich einige Legenden hartnäckig – vor allem, wenn es um die Qualität von Lebensmitteln und ums Abnehmen geht. Die DAK-Expertin Hanna-Kathrin Kraaibeek klärt auf.
Ist gesunde Ernährung wirklich aufwändig und teuer?
Gesunde Mahlzeiten kosten viel Zeit und Geld! Das muss nicht sein, weiß die DAK-Ernährungswissenschaftlerin: „Wer bei Obst und Gemüse auf saisonal verfügbare Lebensmittel zurückgreift, spart Geld und bekommt maximalen Geschmack. Denn heimische Produkte werden reif geerntet und legen keine weiten Transportwege zurück. Ein Plus für Vitamine und Nährstoffe, da diese nicht auf dem Weg ins Supermarktregal verloren gehen.“ Auch der Zeitaspekt spielt bei gesunder Ernährung keine entscheidende Rolle. „Gesund bedeutet nicht aufwändig“, kommentiert Kraaibeek. „Eine frische Gemüsepfanne oder ein knackiger Salatteller sind schnell zubereitet, gesund und lecker.“
Bio = besser?
Bio hat Hochkonjunktur – sogar die Discounter bieten entsprechende Produkte an. Trotzdem ist der Preisunterschied zu herkömmlicher Ware nicht unerheblich: Lohnen sich diese Mehrkosten? „Ja, auf jeden Fall“, rät die DAK-Expertin. „Bio-Obst und -Gemüse sind deutlich weniger mit Schadstoffen belastet. Außerdem ist der Geschmack intensiver. Denn die Pflanzen haben mehr Zeit zum Wachsen als fade Treibhausgewächse und enthalten weniger Wasser.“ Verbraucher sollten aber unbedingt darauf achten, dass ihre Bio-Produkte aus der heimischen Region kommen. Werden Sonnenblumenkerne aufwändig aus China eingeflogen, wird das Bio-Prinzip ad absurdum geführt.
Eingefroren oder frisch?
„Frisches ist nicht unbedingt besser als Gefrorenes“, erklärt DAK-Expertin Kraaibeek. „Tiefkühlgemüse beispielsweise wird sofort nach der Ernte schockgefrostet. Deshalb enthält es oft sogar mehr Vitamine als Frischware, die bei Transport und Lagerung Nährstoffe verliert.“ Tiefgefrorenes ist also nicht nur praktisch, sondern auch gesund. Lediglich auf Zusatzstoffe und Anreicherungen mit Soßen, sprich Fett, sollte man achten. Einige Hersteller verzichten ganz darauf und machen dies auf der Verpackung kenntlich.
Schön künstlich!
Der Deutschen liebster Joghurt schmeckt nach Erdbeere. Vergleicht man selbst gemachten Fruchtjoghurt mit einem Becher aus dem Supermarkt, fällt auf, dass letzterer viel intensiver schmeckt. Der Grund: Fertige Fruchtjoghurts beinhalten Aromastoffe, die entweder künstlich sind oder aus „Naturprodukten“ hergestellt werden. Als Grundlage für Erdbeergeschmack dienen beispielsweise Holzspäne oder Kartoffeln. Für alle, die auf zugesetzte Aromastoffe verzichten möchten gilt: Lieber frisches Obst in einen Naturjoghurt rühren!
Kein Bissen am Abend?
Wer abnehmen will, sollte nach 18.00 Uhr nichts mehr essen. Diese Annahme ist weit verbreitet – aber falsch! „Was zählt, ist der Kalorienumsatz des ganzen Tages“, erklärt Kraaibeek. „Wenn Sie abends hungrig sind, essen Sie ruhig etwas!“ Generell gilt aber, dass man abends besser etwas Leichtes zu sich nehmen sollte – zum Beispiel ein leckeres Fisch- oder Geflügelgericht. Viele Menschen schlafen schlecht, wenn sie vor dem Zubettgehen zu schwer essen.
5 statt 3?
Öfter essen, leichter schlank bleiben – viele Ratgeber empfehlen drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten pro Tag. Die DAK-Expertin gibt den Hinweis: „Achten Sie bei den Mahlzeiten auf eine ausgewogene Lebensmittelauswahl. Deshalb gilt: Beim Snacken zwischen den Hauptmahlzeiten z. B. zu Obst, Gemüse oder einem Joghurt greifen. Belegte Brötchen oder Schokoriegel treiben das Kalorienpensum für den Tag zu sehr in die Höhe.“ Der Vorteil mehrerer kleiner Mahlzeiten ist, dass der Blutzuckerspiegel nie ganz absinkt – Heißhungerattacken bleiben deshalb aus.
Ist wenig essen die beste Diät?
Nein, im Gegenteil: „Wer sein Esspensum drastisch reduziert, provoziert den berühmten Jo-Jo-Effekt“, erläutert die DAK-Expertin. „Besser ist es, sich langfristig umzustellen.“ Also lieber mit gesunder, ausgewogener Küche ein halbes Pfund pro Woche weniger auf die Waage bringen als durch wechselnde Hunger- und Schlemmphasen ständig ab- und anschließend noch mehr zuzunehmen.
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Obst, Gemüse und Salat sind gesund. Damit die Vitamin- und Nährstoffbomben ihre wertvollen Inhaltsstoffe behalten, bis sie auf unseren Tellern landen, kommt es vor allem auf die richtige Lagerung an. Generell gilt: Empfindliches gehört in die untere, weniger kalte „Klimazone“ des Kühlschranks. Dort bleiben auch zarte Blattsalate, frische Kräuter und Tomaten drei Tage lang knackig. Exotische Früchte wie Bananen, Mangos und Zitrusfrüchte müssen draußen bleiben – sie mögen es lieber zimmerwarm. Auch Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch gehören nicht in den Kühlschrank, denn dort beginnen sie schnell zu keimen und werden ungenießbar.
Quelle: DAK Deutsche Angestellten-Krankenkasse
Veröffentlicht am:
15.10.2007 von AP Redaktion
Letzte Aktualisierung
15.10.2007
Bitte beachten Sie, dass dieser Artikel den Stand des Wissens zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung wiedergibt.
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