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Wenn jede Diät versagt

Wenn jede Diät versagt
...Wie ich 70 Kilo abgenommen habe

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Wenn jede Diät versagtWenn jede Diät versagt
...Wie ich 70 Kilo abgenommen habe

Autoren: Artemis Gounaki

mvg Verlag, München

Erschienen März 2010

200 Seiten, Hardcover
mit Schutzumschlag

ISBN 978-3-86882-164-2

Preis 17,90 €(D); 18,40 €(A); sFR31,90 (CH)

Wenn jede Diät versagt
...Wie ich 70 Kilo abgenommen habe

Abnehmen ohne Kompromisse

Artemis GounakiOb Ananas-Diät, Mayo-Diät oder Eier-Diät bei all ihren Versuchen überflüssige Pfunde zu verlieren, scheiterte Artemis Gounaki. Über Jahre hinweg wirbelte die Power-Frau durchs Leben und ignorierte die Bedürfnisse ihres Körpers. Das Ergebnis: Stattliche140kg. Jetzt musste die Vocal-Coach der Pro7-Show „Popstars“ handeln doch wie?

Alle Diäten versagten und Appetitzügler brachten zuriskante Nebenwirkungen mitsich. Die Lösung: Ein Magenband. Damit verkleinert man auf künstliche Weiseden Magen und reguliert so das Sättigungsgefühl. Bis zu 50 Kilo kann man da mit abnehmen aber ohne konsequente Ernährungsumstellung und regelmäßiges Sportprogramm hilft auch das Band nichts. Um ihr neuesTraum gewicht von 70kg zuerreichen, ernährte sich die Griechin fortan gesund und trainierte regelmäßig im Fitnessstudio.Artemis Gounaki

Sehr ein fühlsam und humor voll erzählt Artemis in diesem Buch von ihrem langen Kampf zum Wunschgewicht. Dabei gewährt Sie intime Einblicke in ihr Seelenleben und bringt dem Leser das sensible Thema Magen band behutsam näher. Artemis Geschichte macht allen Mut, die selbst ein Gewichtsproblem haben. 

Die Autorin

Artemis Gounaki hat als Vocal Coach mit Künstlern wie den Sportfreunden Stiller,den Guano Apes, Meret Becker u.v.a. gearbeitet. Bekannt wurde sie durch ihr Mit wirken in der Pro7–Sendung „Popstars“ und der schweizer Show „Musicstar“. Sielebtin München und in der Schweiz

Interviewfragen an Artemis Gounaki

1.Artemis, als Vocal-Coach treffen Sie häufig prominente Künstler, wie die »Sportfreunde Stiller« oder die »Guano Apes«. Was unterscheidet die Arbeit mit professionellen Künstlern von einem Stimmtraining mit Laien?

Es gibt keinen Unterschied. Unterschiede werden immer von Außenstehenden gemacht – also von Menschen, die möglicherweise etwas anderes, etwas größeres in den Künstlern sehen. Für mich sind es normale Menschen, die »gecoacht« werden wollen. Nur so funktioniert es.

2. Haben Sie manchmal selbst Lust als Sängerin im Rampenlicht zu stehen?

Oh ja, ich hätte wieder Lust darauf. Die Bühne war eine sehr schöne Zeit. Und ich kann noch immer sehr gut singen. Vielleicht mache ich es mal wieder.

3. Wie groß ist der Druck auf die Teilnehmer von »Popstars«? Spielt ein perfektes Äußeres eine entscheidende Rolle auf dem Weg zum Star?

Das Äußere spielt definitiv eine sehr entscheidende Rolle. Wir alle wissen, was ein stylisches Outfit, ein schönes Make-Up und ein guter Friseur alles bewirken können. Wer es nicht von Natur aus ist, der wird für das Showbusiness makellos gemacht. Eine besondere Ausstrahlung ist ebenfalls sehr wichtig für den Erfolg auf der Bühne. Aber das alles hilft nichts, wenn du nicht schlank genug bist. Dann passt dir auch das schönste Outfit nicht und die Ausstrahlung wird eher zweitrangig. Es ist sehr selten, dass ein Sänger dick ist. Natürlich spielt auch die Stimme bei der Karriere eine wichtige Rolle, aber leider nicht die Entscheidende. Dafür gibt es ja dann mich (lacht)!

4. Wie sind Sie mit dem Druck in diesem Business umgegangen? War er für Sie auch hinter der Kamera zu spüren?

Absolut, der Druck war immer präsent. Natürlich darf ich als Vocal-Coach dicker sein als der Sänger auf der Bühne. Allerdings zeigte man mich nicht gerne im Fernsehen. Nur dann, wenn es gar nicht anders ging. Nehmen wir an, zwei Frauen bewerben sich für ein und denselben Job. Eine der beiden ist dick, die andere schlank. Das bedeutet für die dickere, dass sie doppelt so nett, doppelt so talentiert und doppelt so fähig sein muss als die schlanke. Und selbst dann ist es nicht sicher, ob die schlanke Figur nicht das Talent der fülligeren überstrahlt. Das habe ich immer gespürt.

5. In Ihrem Buch beschreiben Sie sehr deutlich, wie sich das Leben mit Übergewicht anfühlt. Worunter haben Sie während dieser Zeit am meisten gelitten?

Mein größtes Problem war, dass sich mein Äußeres nicht mit meinem Inneren im Einklang befand. Ich stand mir immer selbst im Weg. Mein Inneres ist spontan, beweglich, lebenslustig und für alles zu haben – eben jung und aktiv. Mein Äußeres erlaubte mir das alles nicht. Außerdem wurde ich von meinem Umfeld nur nach meinem Aussehen bewertet. Also konnte ich gar nicht anders, als lethargisch und alt sein. Wer macht sich schon die Arbeit und schaut mal hinter den Vorhang?

6. Wie lange hatte es gedauert, bis Sie die „Notbremse“ zogen und beschlossen, endgültig abzunehmen?

Das hat ziemlich lange gedauert, circa zehn Jahre. Zwar probierte ich währenddessen tausende Diäten, aber es half alles nichts. Irgendwann hat es mir dann gereicht.
 
7. Was war letztlich der Auslöser, der Sie dazu bewegte, sich für eine Operation zu entscheiden?

Zu meinen Gefühls- und Wahrnehmungskonflikten kam irgendwann auch das körperliche Desaster: Schmerzen, Atemprobleme, Apnoe. Da war dann endgültig Schluss.

8. Hatten Sie Angst vor der OP?

Nein, ich habe mich gut aufklären lassen und wusste haargenau, was mich erwartet. Diese OP gab mir die Aussicht auf ein schlankes Leben. Ich hätte alles dafür gemacht. Außerdem kenne ich mich und war mir sicher, dass ich im Handumdrehen wieder fit werde.

9. War Ihnen bewusst, dass ein dauerhafter Erfolg nur mit konsequenter Ernährungsumstellung und regelmäßigen Sport funktioniert?

Nein. Das wurde mir vor der OP zwar gesagt, aber wie es sich in der Realität anfühlt, das wusste ich nicht. Das kam erst viel später. Wer schön sein will, muss eben leiden. Und Schlankwerden geht nicht von alleine. Schon gar nicht ohne ein regelmäßiges Sportprogramm und eine ausgewogene Ernährung. Ich hatte wahnsinnig Panik davor, dass meine verlorenen Pfunde wieder zurückkommen würden. Also half nur eines: Eine komplette Umstellung meiner bisherigen Gewohnheiten!

10. Haben Sie sich inzwischen an die neue Lebensweise gewöhnt?

Ja, aber ich lasse gelegentlich auch Fehler zu. Heute esse ich, worauf ich Lust habe und bleibe auch mal im Bett liegen, wenn mir danach ist. Ich bin eben ein Mensch und keine Maschine. Dennoch bin ich seit meiner OP konsequenter geworden und versuche, eine verlorene Trainingseinheit am nächsten Tag nachzuholen.

11. Wie fühlen Sie sich aktuell?
 

Artemis Gounaki


Genial, schön und attraktiv. Für mich bin ich: Die Neue. Natürlich achte ich ständig darauf, mein erreichtes Gewicht zu behalten und kontrolliere mich selbst.

12. Was sind die entscheidenden Verbesserungen mit der neuen Figur?

Als dicker Mensch muss man besser sein, als alle anderen, um im Strom mit schwimmen zu können. Ist man schön und schlank, sind die eigentlichen Fähigkeiten und Talente meist nebensächlich. In erster Linie zählt das Aussehen. Mein Leben und meine Arbeit sind leichter geworden, weil ich nicht mehr dick bin. Mein Umfeld nimmt mich heute anders wahr, als mit Übergewicht. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass sich Vertrauen zu Menschen in erster Linie über das Aussehen aufbaut. In dieser Beziehung haben schlanke und attraktive Menschen einen klaren Vorteil. Natürlich fühle ich mich mit meinem neuen Gewicht gesünder und beweglicher. Seit meiner OP haben sich auch meine Einkaufsgewohnheiten geändert. Mein Kühlschrank beinhaltet in erster Linie Gemüse und fettarme Nahrungsmittel. Aber der größte Unterschied ist wohl, dass mein komplettes Dasein einfacher geworden ist eben leichter. Es war mir vorher nie bewusst, wie extrem die Unterschiede sind. Vielleicht sollten alle Menschen einmal dick sein. Dann wäre die Welt möglicherweise besser.

13. Was raten Sie anderen Übergewichtigen, die sich auch für eine Magenband-OP interessieren?

Information ist alles! Die Magenband-OP ist nichts, was man nicht tun darf. Aber man sollte zuvor alles gut betrachten und hinterfragen. Hat man alles Mögliche bereits getan? Weiß man, warum man dick ist? Weiß man, was man falsch macht? Und wenn man es weiß, kann man das auch ohne Magenband und ohne OP ändern? Oder ist eine Magenverkleinerung die einzige Möglichkeit? Das Wichtigste dabei: Man darf sich bei diesen Fragen nicht belügen!!! Denn die OP ist kein Wundermittel. Ohne die beiden Faktoren Sport und richtige Ernährung funktioniert das nicht. Man muss sich über alle Folgen im Klaren und vor allem ehrlich zu sich selbst sein. Wenn man über alle diese Aspekte nachgedacht und sich dennoch für eine OP entschieden hat, dann sollte man mit einem Arzt seines Vertrauens über alle weiteren Faktoren und Risiken sprechen.

14. Wie ist heute Ihr Fazit? Würden Sie diese OP nochmal wiederholen?

Dies ist eine schwierige Frage, denn es gibt für mich zwei Antworten: Ausgehend von meinem damaligen Wissensstand würde ich diese OP immer wieder machen lassen – wieso auch nicht?! Das Magenband hat mir geholfen, mein Ziel zu erreichen. Dennoch: In meinem Buch „Wenn jede Diät versagt“ beschreibe ich, was alles nötig war, um schlank zu werden. Und das war nicht allein das Resultat einer Magenband-OP. Dabei haben mir viele äußere Faktoren geholfen: Die Unterstützung durch andere, eine Ernährungsumstellung, ein straffes Sportprogramm und nicht zuletzt das neue Wissen über den eigenen Körper und den Stoffwechsel. Es war wie ein komplettes Schulfach, das heißt: „Wie werde ich dünn und was muss ich dafür tun?“. Heute könnte ich wahrscheinlich auch ohne Magenband abnehmen, weil ich inzwischen weiß, woran es lag, dass ich dick wurde. Aber wirklich sagen kann ich es nicht. Was ich mit Sicherheit sagen kann ist, dass das Magenband kein Wundermittel ist. Wahrscheinlich müsste es auch ohne Magenverkleinerung gehen. Wenn ich also von meinem jetzigen Wissenstand ausgehe, müsste ich die Frage, ob ich die OP nochmals wiederhole, mit einem: „Ja, vielleicht!“ beantworten. Denn mein Fazit heute ist: Ich werde ab jetzt immer auf meine Ernährung achten und nie wieder komplett auf Sport verzichten! Definitiv nein!

Quelle: mvg Verlag, München
Foto: ©mvg Verlag

Veröffentlicht am:
10:12:27 20.04.2010

Letzte Aktualisierung
10:19:05 20.04.2010


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