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"Wintergemüse" aus der Region ist vitaminreicher als Importware

"Wintergemüse" aus der Region ist vitaminreicher als Importware / Foto: ©AOK-MediendienstWer sich ausgewogen ernährt, hat bessere Chancen, gesund durch die kalte Jahreszeit zu kommen. Wie anfällig man für Schnupfen, Husten und Heiserkeit ist, hängt davon ab, wie widerstandsfähig das eigene Immunsystem ist. "Nährstoffreiches Essen hilft, die Abwehrkräfte zu unterstützen", sagt Anita Zilliken, Ernährungswissenschaftlerin bei der AOK. Die Winter-Saison bietet dazu viel heimisches Gemüse, Salate und Obst.

"Besonders die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe, zum Beispiel Farb- oder Aromastoffe in Pflanzen, tragen dazu bei, das Immunsystem zu stärken", sagt Ernährungsexpertin Anita Zilliken. Diese Stoffe sind zum Beispiel in Lauch, Zwiebeln und Knoblauch enthalten und haben zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften. So wirken die Pflanzenstoffe antimikrobiell, das heißt, sie töten Viren und Bakterien ab. "Zwiebeln werden auch oft als Hausmittel verwendet, sei es prophylaktisch oder als Heilmittel, zum Beispiel bei Ohrenschmerzen, Husten oder Schnupfen", sagt Zilliken. Am wirksamsten unter den Zwiebelgewächsen ist Knoblauch, so die Expertin. Sekundäre Pflanzenstoffe sind außerdem in Hülsenfrüchten, Getreide, Gemüse und Obst enthalten.

Obstsorten, die es auch im Winter hierzulande gibt, sind vor allem Äpfel und Birnen. "Essen Sie diese Früchte möglichst mit der Schale, da darunter die meisten Vitamine stecken, vor allem Vitamin C", empfiehlt Zilliken. Außerdem sind Äpfel und Birnen in der kalten Jahreszeit besonders lecker und knackig. Zu den wichtigen Vitaminlieferanten zählen auch Zitrusfrüchte und Kiwis. Vitamin C verhindert zwar keine Erkältungen, sorgt aber dafür, dass die Infekte in der Regel schneller wieder abklingen.

Bei Transporten gehen Vitamine verloren

Auf importierte Obst- und Gemüsesorten wie Erdbeeren und Spargel, die hierzulande im Winter nicht wachsen, sollten Verbraucher dagegen verzichten. "Während der Transporte lagert die Ware zu lange und wird Licht und Temperaturschwankungen ausgesetzt. Dabei gehen viele Vitamine und der Geschmack verloren", erklärt die Ernährungsexpertin. Deshalb ist es empfehlenswert, Obst und Gemüse kühl und dunkel zu lagern. Die für die Wintersaison optimalen Gemüsesorten sind vor allem Kohl-, Wurzel- und Knollengemüse. Dazu gehören zum Beispiel Weiß- und Rotkohl, Wirsing, Möhren und Rote Bete. Dem winterlichen Frost halten vor allem Grün- und Rosenkohl stand; sie können ihn sogar gut gebrauchen, da er ihre natürlichen Bitterstoffe vermindert.

Gemüse nur kurz garen

Bei der Zubereitung sollten Köche und Köchinnen darauf achten, dass das Gemüse so kurz wie möglich gart. Kocht man es zu lange oder bei zu hohen Temperaturen, gehen die Nährstoffe verloren. Außerdem gilt: Das Gemüse erst waschen, dann klein schneiden und zügig verwenden. Die Reste sollte man abkühlen lassen und dann im Kühlschrank aufbewahren. Um Kohlgemüse verträglicher zu machen, kann man Kümmel, Fenchel oder Anis hinzugeben. "Die alte Küchenweisheit 'Kohl muss glänzen' sollten Sie nicht befolgen. Der Zusatz von Fett macht den Kohl nur schwerer verdaulich", so die Ernährungswissenschaftlerin.

Zu den Wintersalaten gehören unter anderem Chicorée, Friséesalat, Endivien und Feldsalat. Vor allem Feldsalat zählt zu den Vitaminspendern. Salate sollte man nicht lange wässern, sondern erst kurz vor dem Verzehr waschen und zubereiten. Für das Dressing ist es sinnvoll, hochwertige Öle wie Rapsöl oder kalt gepresstes Olivenöl zu verwenden. Als ideales Gericht für den Winter empfiehlt Zilliken eine einfache Gemüsesuppe: "Bereiten Sie etwas Brühe zu und geben Sie verschiedene Gemüsesorten Ihrer Wahl dazu. Etwas gehackte Petersilie obendrauf, und fertig ist die gesunde und wärmende Mahlzeit für die kalte Jahreszeit."

Mehr Infos rund um das Thema "gesunde Ernährung" gibt es im Versichertenportal der AOK.

Quelle:
AOK-Bundesverband
Foto: ©AOK-Mediendienst

Veröffentlicht am:
20:17:11 11.02.2009 von AP Redaktion

Letzte Aktualisierung
20:17:11 11.02.2009

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